alles ist verbunden

Eine Installation aus Waldgesammeltem, in den Keller getragen: Moos, Äste, Zunderschwämme, trockenes Laub, Flechten und Blüten – ein Stück Ökosystem, herausgelöst aus seinem Kreislauf und neu zusammengesetzt unter der Erde.

Über diese Natur legen sich typografische Animationen wie ein lebendiges Gewebe. Worte wandern über Rinde und Pilzkörper, kriechen über Moos, ordnen sich in den Spiralen der Baumschwämme an: ich bin, weil wir teilenalles ist verbunden. Die Schrift folgt den Formen, die der Wald vorgibt, statt sich über sie zu stellen. Sprache wird zum Mycel, das alles durchzieht und zusammenhält.

Die Arbeit fragt nach dem, was wir gern übersehen: dass nichts für sich allein existiert. Der zerfallende Ast nährt den Pilz, der Pilz das Moos, das Moos die nächste Generation. Im Keller, fern von Licht und Wachstum, wird dieser Zusammenhang sichtbar gemacht – als Erinnerung daran, dass auch wir Teil dieses Geflechts sind, nicht Betrachter von außen.

alles ist verbunden — Feldversuch im Wald

Der Grundstein für die spätere Installation alles ist verbunden: Bevor die Natur in den Keller wanderte, ging die Typografie zur Natur. Mit einem mobilen Beamer-Setup zog ich in den Wald und projizierte animierte Schrift direkt auf Rinde, Stämme und Geäst.

Die Worte legen sich in Spiralen um die Bäume, verformen sich an der Struktur des Holzes, verschwinden im Schatten und tauchen wieder auf – alles ist verbunden wird hier wörtlich: Schrift und Baum gehen eine Verbindung ein, in der keins ohne das andere lesbar bleibt. Diese ersten Versuche im Freien wurden zum konzeptuellen und technischen Fundament für die raumgreifende Arbeit, die daraus entstand.

Bilder und Videos von: Melisa Kujević

Begehbare Medienkunst über das Leben mit Reizdarm

Meine Bachelorarbeit – ein persönlicher, künstlerischer Tauchgang in die unsichtbaren Kämpfe des Reizdarmsyndroms. Ich erkunde Scham, Kontrolle und die laute Wahrheit eines Darms mit eigenem Willen. Eine begehbare, in Unreal Engine gebaute Erfahrung: Man kann den Darm selbst durchlaufen und erkunden.

Für das Apollon Visual Arts Festival 2024 in Saarbrücken realisierte ich die audiovisuelle Fassadenprojektion "Wie die Vögel Ihre Farbe bekommen haben". Die Arbeit thematisiert die gleichnamige Traumzeitgeschichte der Aboriginals und verbindet abstrakte Visuals mit Sounddesign zu einer immersiven Erfahrung, die den Osthafen in einen poetischen Bildraum verwandelte. Musik: Martin Köppel, Fotografie: Leon Fürtig

handdrawn animation song dreamtime madness by Marvin Dillmann from the album Ritual Bass - Blown Tube original music video: https://www.youtube.com/watch?v=ormFGTAA83A

Candyworld - erstellt in Unreal Engine

2D animierter Kurzfilm - Zusammenarbeit mit Emily Lou Ehrlich

"10.000 Meilen unter dem Meer" - angelehnt an den Roman 20.000 Meilen unter dem Meer von Jules Verne.